Anfang Juni 2009 ist unser Mitteilungsheft 31 erschienen mit dem folgenden Inhalt;
Heft 31
INHALT:
Zum
Geleit
VDSG - Veranstaltungen auf Landesebene im Zeitraum 2009
5. Halbjahrestreffen des Landesverbandes Deutscher Schulgeographen Sachsen-Anhalt in Wendgräben/Lohburg:
Geografie-Experten tauschen Wissen aus
Geographielehrertage des LV Sachsen-Anhalt 04.-05.09.2009 Bitterfeld-Wolfen:
Von der Braunkohlenchemie zum Solarvalley - die Region Bitterfeld-Wolfen im Umbruch
Fachwiss
Neuer Lehrplan für Sekundarschulen in Sachsen-Anhalt (Stand 28.4.09)
Premiere beim Bundeswettbewerb "National Geographic Wissen" 2009
Aufruf an alle Freunde des Bundeswettbewerbes "National Geographic Wissen"
Fächerübergreifend lehren und lernen in der gymnasialen Oberstufe: eine Anregung für die Kooperation von Geographie- und Geschichtslehrkräften in einem Afrika-Projekt (äquatoriales Ostafrika) – Teil 1-
Herbstexkursion am 3.Oktober 2009
Dreisprachige digitale Länderkunde
Deutschlands online
Harzexkursion 2009
12. Herbstwanderung des Schulgeographenverbandes Sachsen-Anhalt
Exkursionsziel ist der Huy.
Startzeit: am 03. Oktober 2009 10:00 Uhr.

Mit dem Huy als gewähltes Exkursionsgebiet bleiben wir auch in diesem Jahr wieder im Geopark -Harz-Braunschweiger Land-Ostfalen. Auf dem geplanten Rundweg erleben wir typische Relief- und Pflanzenformationen des Huys (althochdeutsch für Höhe), einem ca. 2000 ha großen Muschelkalkrücken. Der Huy, sowie der Gr. Fallstein und der Hakel begrenzen das Nördliche Harzvorland und verlaufen parallel zum nördlichen Harzrand. Vom Treffpunkt Parkplatz-Gletschertöpfe erreichen wir die Gletschertöpfe nach 500 m. Sie sind ein wichtiges Zeugnis für das einstige Vordringen des Inlandeises über den Huy bis an den Harzrand.
Fotos: F. Gemeiner
Unser Weg führt uns dann über den Hardelsberg und Siebertplatz zum 2. STO: Wilhelmshall, ein ehemaliger Kalischacht und stillgelegtes Bergbaugelände. Der 3. Standort ist ein Aufschluss, in dem sich ein Stromatolithen -Riff befindet. Weitere STO sind der Jürgenbrunnen, ggf. die Daneilshöhle, die Sargstedter Warte und der Buchenberg als höchste Erhebung des Huys mit 314 m üNN.
Harzexkursion 2008
11. Herbstwanderung des Schulgeographenverbandes Sachsen-Anhalt
Diesmal geht es zu zwei geographischen Besonderheiten des Hochharzes.
Start und Ziel: Parkplatz am Gasthaus Königskrug an der B4 (N51 44.782 E10 34.423 oder 51°44’46,91’’Nord, 10°34’25,40’’Ost), ins Navi „Braunlage, Königskrug“ eingeben.
Startzeit: am 25.Oktober 2008 10:00 Uhr.
Streckenlänge: ca 13 km, beste Wanderwege, leichte bis mittelschwere Wanderung
Ausrüstung: festes Schuhwerk, Wanderkleidung, Getränke, leicht Zwischenverpflegung.
Regenvariante: Erkundungen zur Geschichte des Oberharzer Bergbaues in Clausthal-Zellerfeld
Unsere Wanderung führt uns zunächst durch den schönen Harzwald über die Moosbrücke in das Quellgebiet der Bode zum Bodebruch, eines der Hochmoore am Brocken. Danach geht es zum Flüsschen Oder und dem Gasthaus Oderbrück zum Mittagessen. Nach dem Mittagessen bereiten wir uns auf den nächsten Höhepunkt der Wanderung vor, den Achtermann. Der Achtermann ist eine vegetationslose Hornfelskuppe mit fantastischer Rundsicht auf alle wesentlichen Harzgipfel. Die Wanderung beenden wir im Gasthaus Königskrug bei einem wohlschmeckenden Riesenwindbeutel.

Harzexkursion 2007
Unsere diesjährige Jubiläumstour führte uns wiederum in den Geopark Harz. Braunschweiger Land. Ostfalen in die Landmarke 4.

Route und Höhenprofil erstellt mit Garmin MapSource
Ausgangspunkt unserer Wanderung ist der Bahnhof Schierke, den wir mit der Harzquerbahn erreichten.1898 wurde dieser Ort an das Bahnnetz angeschlossen, 1899 wurde die Brockenbahn eröffnet. Unser 1.Standort ist an der Feuersteinklippe, die auch Goethe 1784 untersuchte. Ein steiler Pfad führt dann in Richtung Erdbeerkopf bis zum Ahrensklint (822 m üNN), der ursprünglich auch „Arneklint“ oder „Adlerfels“ genannt wurde. Beide Klippen zeigen die typische Wollsackverwitterung. Wir gelangten auf den Glashüttenweg, dessen Name auf die Glasherstellung zu der der quarzreiche Granitgrus verwendet wurde, hinweist. Durch Fichtenhochwald führte unser Weg zum nächsten Standort, dem Renneckenberg (933 m ü NN), dabei ergaben sich wunderschöne Blicke u.a. auf den Brocken, den Wurmberg und die Heinrichshöhe Die nächste und für viele wohl die imposanteste Klippe, ist die Gr. Zeterklippe mit 930m üNN. Über Treppen und Leitern gelangt man hinauf, um einen tollen Rundumblick genießen zu können. Von nun an beginnt der Abstieg über die Kl. Zeterklippen, zum Molkenhausstern, über die Wolfsklippe (722 m üNN), die etwas abseits des Weges liegen zum Gasthaus Plessenburg. Die heutige Raststätte und Försterei wurde 1776 als Jagdhaus errichtet. Von hier aus nahmen wir den Bus, der uns dann wieder zum Ausgangspunkt nach Wernigerode zurück brachte.


Da wir diesmal die 10. Herbstwanderung durchführten, meinten wir, dass dies ein Anlass zum Feiern ist und fanden uns deshalb am Ende unserer Exkursion zu einem geselligen Beisammensein im HKK Hotel Wernigerode ein. Ein kleiner Sektempfang bildete den Auftakt, Diashow und ein Harzer Büfett (warm/kalt) folgten. Im Anschluss wurde die Möglichkeit zum Tanz in der Allegro -Bar des Hotels eifrig genutzt.
Geographielehrertage in Staßfurt vom 14./15.9.´07 WTP 2/07 -061-04 LISA
"Bergbau - ein wichtiger Faktor der Kulturlandschaft in Sachsen-Anhalt"
Die Tagung ist eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt in Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Schulgeographen Sachsen-Anhalt e.V. und dem Landesheimbund Sachsen-Anhalt e.V.
Tagungs- und Übernachtungsort:
Berufsförderungswerk Sachsen-Anhalt gGmbH Staßfurt


Landesverbandstag 2006 am 8./9. September in Magdeburg (WTP 2/06-060-15-LISA)
"Wirtschaftsräumliche Beziehungen und Strukturwandel in Nieder-Sachsen-Anhalt"
Die Tagung ist eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt in Kooperation der Friedrich-Ebert-Stiftung und in Zusammenarbeit mit dem Landesverband Deutscher Schulgeographen Sachsen-Anhalt e.V..
Bericht
zum Landesverbandstag für Geographielehrerinnen und Geographielehrer in
Sachsen-Anhalt
Es ist ja schon fast eine Tradition, dass ich einen
Bericht zu diesem alljährlichen Ereignis schreibe. Auch, wenn mich in diesem
Schuljahr - wie vielleicht manchen anderen Fachkollegen - das Schicksal ereilt
hat im Grundschulbereich zu arbeiten, wollte ich auf die Teilnahme am
Landesverbandstag nicht verzichten, weil ich davon ausgehe, dass sich mein
momentanes Betätigungsfeld wieder ändern wird.
“Wirtschaftsräumliche Beziehungen und Strukturwandel in
Nieder-Sachsen-Anhalt” war das Thema des diesjährigen Verbandstages, der vom
8. bis 9. September in unserer
Landeshauptstadt Magdeburg stattfand.
Als Geographielehrer vermitteln wir im Unterricht u.a.die
Erkenntnis, dass die Bevölkerung eine Komponente
des Wirtschaftsraumes ist und dass sich alle Komponenten gegenseitig
beeinflussen. Eine Tatsache, die sich in den letzten 15 Jahren allerorts in
Sachsen-Anhalt überaus deutlich gezeigt hat. Wie muss man Wirtschaftsräume
gestalten, damit sich die Bevölkerungszusammensetzung hinsichtlich
unterschiedlicher Ansprüche positiv beeinflussen lässt?
Welche schon abgelaufenen und noch weiter absehbaren Veränderungen in
der Bevölkerungsstruktur führen umgekehrt zu zwingend notwendigen
strukturellen Anpassungen des Raumes? Und wie kann man unterschiedliche
Wirtschaftsräume so gestalten und miteinander verbinden, dass Erfordernisse -
auch internationaler oder globaler Dimension, die heute schon bestehen oder sich
erst in Zukunft ergeben werden, Berücksichtigung finden. Diese Fragen waren aus
meiner Sicht der Grundtenor der Vorträge in diesem Jahr.
Neben den Referaten im Hörsaal der
Otto-von-Guericke-Universität gab es eine Podiumsdiskussion im Landtag zu den
Perspektiven der Bildungspolitik in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, bei der
die Geographielehrer Fragen stellen konnten, die ihnen “unter den Nägeln
brannten”. Ob die Antworten das Brennen unter den Nägeln beruhigt haben, möge
jeder, der anwesend war, selbst entscheiden.
Ein weiterer Teil des Programms waren wieder zwei
Exkursionen, wobei die Teilnehmer jeweils eine Auswahl aus mehreren Themen
treffen konnten. Ich hatte mich z.B. für eine Führung durch den Mitmachbereich
der Ausstellung “Das heilige Römische
Reich Deutscher Nation” im Kulturhistorischen Museum entschieden. Auch wenn
die Führung sehr interessant war, ging sie am Thema vorbei, denn von mitmachen
war nicht viel zu spüren. Dagegen war die Busexkursion zum Wasserstraßenkreuz
Magdeburg reich an Informationen zum Thema.
Nach vier Jahren intensiver Arbeit des Vorstandes des
Verbandes der Schulgeographen Sachsen-Anhalts stand in diesem Jahr wieder die
Verabschiedung des alten und die Wahl des neuen Vorstandes auf dem Programm. Im
Namen aller Mitglieder des Verbandes möchte ich mich an dieser Stelle für die
Arbeit des verabschiedeten Vorstandes bedanken und dem neuen Vorstand mit Heike
Kopf als Vorsitzender viel Erfolg für ihr weiteres Wirken wünschen.
Zur Debatte standen auch die jährlichen Mitgliedsbeiträge.
Vom Kassenwart wurde eingehend deutlich gemacht, dass der bisherige Beitragssatz
nicht mehr ausreicht, um die Arbeit des Verbandes in der gewohnten Qualität
weiterzuführen, zumal es Verbandsmitglieder gibt, die ihrer Zahlungspflicht
leider nicht nachkommen. Daher wurde eine Erhöhung des Beitragsatzes auf 20€
beschlossen.
Was die fachliche Seite des diesjährigen
Landesverbandstages betrifft, waren die einzelnen Vorträge wieder von Kompetenz
geprägt. Jedoch haben mich die Rahmenbedingungen, insbesondere die Beköstigung,
diesmal nicht übermäßig begeistert. Vielleicht war ich von vorhergehenden
Jahren zu sehr verwöhnt.
Trotz der kleinen Kritik möchte ich abschließend wie
jedes Jahr einen herzlichen Dank an alle richten, die hinter den Kulissen und
auch vor den interessierten Teilnehmern des Landesverbandstages zum Gelingen
dieser zwei Tage beigetragen haben.
Gabriele Marx
Landesverbandstag
der Geographielehrerinnen und –lehrer in Eisleben
„Es war ein heißer Tag.“ sagte Heike Kopf, Vorsitzende
des Landesverbandes der Schulgeographen, am Abend des ersten Tages unseres
Landesverbandstages 2005. Ich versprach ihr, ich würde meinen diesjährigen
Bericht mit ihren Worten beginnen. Aber es war nicht nur ein heißer Tag,
es waren gleich zwei. Diese Einschätzung bezieht sich nicht nur auf das Wetter,
das es besonders gut mit uns meinte, sondern auch auf den Inhalt und das Tempo,
mit dem es vorwärts ging.
„Der Strukturwandel in Sachsen-Anhalt und seine
Auswirkungen auf die regionale Entwicklung im Mansfelder Land“ - war das
Thema, unter dem die Weiterbildung stand.
Das Mansfelder Land - eine Region die vom Kupferbergbau lebte
und auch landschaftlich sichtbar davon geprägt ist - war und ist zu einem
strukturellen Wandel gezwungen. Die Vorstellungen von einem solchen Wandel sind
sehr unterschiedlich. Das haben Ausführungen einzelner Referenten deutlich
gemacht. Aber Wünsche und Möglichkeiten stehen nicht immer im Einklang
miteinander. Und so gebietet die Vernunft, Kompromisslösungen zu finden, mit
denen möglichst viele Beteiligte leben können. Dabei sind nicht nur die
derzeitigen Gegebenheiten zu beachten, sondern auch ein Blick in die Zukunft.
Besonders interessant fand ich in diesem Zusammenhang die Ausführungen und
Prognosen zur demographischen Entwicklung und damit verbundene Konsequenzen.
Ganz konkrete Beispiele für den Strukturwandel wurden mit
dem Stadtumbau in Eisleben und dem Betrieb „projekt“, einem Hersteller für
Schulmöbel gezeigt.
Ein kleines Highlight in den Vorträgen des Freitags waren
Beiträge von Schülern. Zwei Jungen vom Martineum Halberstadt bzw.
Fallstein-Gymnasium Osterwieck und zwei Mädchen aus Halle stellten jeweils ihr
Projekt zu „Jugend forscht“ vor. Auch hier ging es um Strukturwandel im
kleinen Rahmen. Die Schüler haben viel Zeit und Arbeit in ihre Projekte
gesteckt, die nach ihren eigenen Angaben nicht nur fachlich, sondern auch im
Hinblick auf ihre Persönlichkeitsentwicklung einen Gewinn darstellte, so dass
sie den Zuhörern - insbesondere den Lehrern - empfehlen konnten, ihre Schüler
zu ermutigen, ein solches Projekt in Angriff zu nehmen. Einer der vorgestellten
Beiträge hat es sogar bis auf die
Bundesebene des Wettbewerbs geschafft.
Wie in jedem Jahr war der Landesverbandstag eine gelungene
Mischung aus interessanten fachlichen Vorträgen, Diskussionen und Exkursionen -
wie schon am Anfang angedeutet - ein dichtes Programm.
Zu einer guten Weiterbildung gehören Rahmenbedingungen,
unter denen man sich wohl fühlen kann, und das war diesmal das Kloster Helfta
in Eisleben. Wer über die Tagungsstätte ein wenig mehr erfahren wollte, konnte
sich am ersten Tag einen kurzen Vortrag über die Geschichte und das heutige
Geschehen im Kloster und den angeschlossenen Gebäuden anhören. Und bei
genauerer Betrachtung ordneten sich selbst diese Informationen in das große
Thema des Landesverbandstages ein.
Man möge es mir nicht verdenken, wenn ich nicht jeden
einzelnen Referenten und Verantwortlichen beim Namen nenne. Aber es geht wie
immer ein großer Dank an alle diejenigen, die zum Gelingen der Weiterbildung in
irgendeiner Form beigetragen haben.
G. Marx
Sekundarschule Dedeleben

Mitglieder des Vorstandes , Helfta 2005